Das Luzerner 21st Century Orchestra und sein Dirigent Ludwig Wicki haben es vorgemacht: Ein Orchester spielt live den Soundtrack zum Film, der über die Leinwand läuft. Das Format ist im Trend und füllt die Konzertsäle. Was macht den Zauber aus?
Die Filmmusik gewinnt neu an Stellenwert. In Zürich, Luzern, Winterthur oder Basel werden erfolgreiche Kinofilme wie «The Lord Of The Rings», «Harry Potter», «Drei Haselnüsse für Aschenbrödel» oder «E.T. – Der Ausserirdische» mit einem Sinfonieorchester aufgeführt. Der Live-Soundtrack erzeugt die extra Gänsehaut.
Film und Musik sind seit den Anfängen des Kinos miteinander verbunden. Schon 1895 liessen die Gebrüder Lumière in Paris ihre Kurzfilme von einem Pianisten live untermalen. Vor dem Ersten Weltkrieg entstanden die ersten Kinoorchester, welche die «Originalmusik» zum Film spielten. 1927 gelangte dann mit «Der Jazzsänger» der erste lange Tonspielfilm in die Kinos.
Pionierarbeit in Luzern
Die musikalische Live-Begleitung von Filmen war in der Stummfilmzeit gebräuchlich. Diese Tradition wird in der Schweiz vom «Institute of Incoherent Cinematography» (ioic) weitergepflegt und erneuert. Das Institut mit Sitz in Zürich veranstaltet jährlich einen mehrtägigen Stummfilm-Marathon mit Live-Vertonungen zu einem klar definierten Thema. Das Besondere daran: Das stilistische Spektrum ist sehr breit und experimentierfreudig.


















































































