21st Century Orchestra
Ludwig Wicki, Dirigent und musikalischer Leiter des 21st Century Orchestra

Musikalische Leitung

Ludwig Wicki

Dirigent, Gründer und musikalischer Leiter des 21st Century Orchestra — international bekannt für seine Live-to-Picture-Konzerte und Weltpremieren grosser Filmmusik, von «The Lord of the Rings» bis zu den grössten Hollywood-Soundtracks.

Werdegang

Vom Posaunisten zum Dirigenten

Geboren im Kanton Luzern, wuchs Ludwig Wicki in einem musikalischen Umfeld auf, geprägt von Volks- und Kirchenmusik. Er studierte Posaune und war bereits in jungen Jahren Mitglied des Luzerner Sinfonieorchesters. Es folgten Studien in Dirigieren und Chorleitung in Bern sowie weitere Dirigierstudien in Dresden bei Kreuzkantor Martin Flämig und in Pescara bei Professor Donato Renzetti. Daneben widmete er sich intensiv der Kammermusik und gründete das Philharmonic Brass Quintett Luzern — es folgten CD-, Radio- und Fernsehaufnahmen sowie eine Einladung des Empire Brass Quintett an das Tanglewood Institute in Boston. Als Barockposaunist sammelte er zudem viele Erfahrungen in Orchestern und Ensembles mit historischen Instrumenten und arbeitete dabei mit Persönlichkeiten wie Andrew Parrott, Nikolaus Harnoncourt, Jeremy West und Simon Standage.

Als Dirigent verfolgt Ludwig Wicki verschiedene Stile. Als Stiftskapellmeister der Hofkirche Luzern pflegt er das sakrale Repertoire vom Gregorianischen Choral bis zu zeitgenössischer Musik, mit Schwerpunkt auf Messen der Klassiker — vor allem Haydns —, dem Werk von J.S. Bach und Meisterwerken der Renaissance von Palestrina, Monteverdi, Schütz und anderen. Als künstlerischer Leiter des Renaissance-Ensembles «Il Dolcimelo» widmet er sich vor allem dem Werk von Schütz, Monteverdi und Gabrieli. In seinen sinfonischen Konzerten gehören Werke der Spätromantik, des Impressionismus und der Wiener Klassik ebenso zu seinem Repertoire wie die Kammerensemble-Werke von Strawinsky, Schönberg und zeitgenössischen Komponisten.

Ludwig Wicki dirigiert das 21st Century Orchestra

Filmmusik live

Vom Konzertsaal nach Hollywood

1999 gründete Ludwig Wicki das 21st Century Symphony Orchestra, dessen künstlerischer Leiter er bis heute ist. Inzwischen spielt das Orchester eine Saison mit über zehn Filmmusik-Projekten — von klassischen Stummfilmen mit Live-Musik zu Charlie Chaplin, Buster Keaton oder Kultfilmen wie «Nosferatu» bis zu den grössten Hollywood-Soundtracks.

2008 leitete Ludwig Wicki im KKL Luzern die Weltpremiere von «The Fellowship of the Ring» mit dem 21st Century Symphony Orchestra & Chorus — die erste Live-Aufführung der Original-Filmmusik zum ersten Teil der «The Lord of the Rings»-Trilogie. Seither hat er das Werk unter anderem in München, Washington (Wolf Trap), Lyon und Sydney dirigiert, mit dem Orchestre de la Suisse Romande, dem Chicago Symphony Orchestra, dem Philadelphia Symphony Orchestra, mit dem London Philharmonic Orchestra in der Royal Albert Hall sowie mit seinem eigenen Orchester in der Radio City Music Hall und im Lincoln Center in New York. Es folgten 2009 die Weltpremiere von «The Two Towers» und 2010 von «The Return of the King». Weitere Weltpremieren dirigierte er unter anderem zu «The Pirates of the Caribbean», «Fantasia», «Gladiator», «Star Trek», «Alice in Wonderland», «The Perfume», «Titanic», «Ratatouille», «Indiana Jones», «Amadeus», «Batman», «Aliens» und «Jurassic Park».

2011 dirigierte er die Premiere des Jugendprojekts «Ristorante Allegro» mit den Münchner Philharmonikern, 2012 leitete er die erste Aufnahme der «Lord of the Rings»-Sinfonie. In den Abbey Road Studios nahm er zudem Michael Giacchinos Soundtracks zu «Jupiter Ascending» (2014), «The Book of Henry» (2015) und «Jurassic World 2» (2018) auf.

Zusammenarbeit

Gefragt bei den grössten Filmmusik-Komponisten

Die Professionalität und Vielseitigkeit von Orchester und Chor unter Ludwig Wickis Leitung begeistern auch die gefragtesten Filmmusik-Komponisten und Branchenkenner. Seit 2007 arbeitet er wiederholt mit den Oscar-Preisträgern Howard Shore («The Lord of the Rings»), Michael Giacchino («Star Trek», «Ratatouille») und Ludovic Bource («The Artist») zusammen. Weitere geschätzte Zusammenarbeiten entstanden mit Danny Elfman («Alice in Wonderland», «Batman»), Randy Newman («An Evening with Randy Newman»), James Horner («Titanic»), Patrick Doyle («The Music of Patrick Doyle»), Alan Silvestri («Back to the Future») und George Fenton («Deep Blue»). 2011 startete zudem eine fruchtbare Kollaboration mit der Disney Music Library, aus der die Konzertserie «Disney in Concert» entstand — bis heute mit sechs Weltpremieren im KKL Luzern.

Auf internationalen Bühnen war das Orchester unter Ludwig Wickis Leitung 2009, 2010 und 2015 in der Radio City Music Hall und im David H. Koch Theater in New York zu Gast. Seit 2012 beziehungsweise 2014 führen regelmässige Gastspiele nach Paris und in die Royal Albert Hall in London, weitere nach Montreux, Basel, Frankfurt, Stuttgart und Lausanne. 2013 und 2014 war das Orchester am renommierten Menuhin Festival in Gstaad zu Gast, 2017 in der Dubai Opera und 2019 erstmals in Italien im Teatro Arcimboldi in Mailand.

«Conductor Ludwig Wicki is a dynamic musician …»

Michael Giacchino

«Ludwig Wicki is a brilliant conductor.»

Hans Zimmer

Auszeichnungen

Anerkennung für sein kulturelles Wirken

2007 wurde Ludwig Wicki mit dem Anerkennungspreis der Stadt Luzern ausgezeichnet. 2013 verlieh ihm das Global Thinkers Forum einen Award for Excellence in Cultural Creativity.